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Theologie & Kirche

 

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Volker Bahr - Theologie

Christliche Theologie versteht sich als wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Quellen des Glaubens und der Glaubenspraxis sowie als systematische Analyse und Darstellung des Glaubens.

Theologie ist Wissenschaft mit einer Funktion in Kirche und Gesellschaft. Zur Auseinandersetzung, Bildung und Schulung habe ich mich entschlossen, eigene wissenschaftliche Arbeiten, Artikel und Predigten zum Download anzubieten.

Es ist daher folglich weder förderlich noch von mir intendiert oder genehmigt, Inhalte zu kopieren und unter eigenem Namen einer eigenen Verwendung zuzuführen!

Da es sich in der Regel um an der Schreibmaschine angefertigte Arbeiten handelte, habe ich die Texte 'gescannt' und neu gesetzt. Inhalte, Orthographie und Interpunktion sind bis auf offenkundige Fehler belassen worden.

 
 

Themen der wissenschaftlichen und praktischen theologischen Beschäftigung

 
 

Altes Testament

Volker Bahr "Exegese zu Amos 2, 6-16: Die Israelstrophe der Völkerspruchkomposition'"  (PDF - 403KB), Seminararbeit Tübingen 1996

Neues Testament

Volker Bahr "Exegese von Matthäus 8, 5-13: Der Hauptmann von Kapernaum"  (PDF - ?KB), Proseminararbeit Heidelberg 1989 (... coming soon!)

Kirchengeschichte

Volker Bahr "Der Artikel III der Formula Concordiae. Ihre Antwort auf den Osiandrischen Streit"  (PDF - ?KB), Proseminararbeit Heidelberg 1988 (... coming soon!)

Volker Bahr "Welches theologische Argument hat Martin Bucer, um die Entfernung der Bilder zu verlangen? (Textbasis: Apologie der Confessio Tetrapolitana)"  (PDF - 295KB), Examensarbeit Göttingen 1997

Volker Bahr "Die Bilderfrage in den Deutschen Schriften von Martin Bucer" (PDF - ?KB) (... coming soon!)

Praktische Theologie

Volker Bahr "Karl Barths Homiletik nach seinen 1932 und 1933 in Bonn gehaltenen Seminaren 'Übungen in der Predigtvorbereitung'"  (PDF - 73KB), Proseminararbeit Heidelberg 1989

Volker Bahr "Homiletischer Entwurf zu Lukas 10,25-37: 'Der barmherzige Samariter'"  (PDF - ?KB), Seminararbeit Tübingen 1991 (... coming soon!)

Volker Bahr "Predigtentwurf über Römer 1, 14-17: 'Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht'"  (PDF - ?KB), Examenspredigt Göttingen 1997 (... coming soon!)
 

                    

 

Bilderverbot, Bilderkult & Bildersturm

 
 

Der Bildersturm

Eine neue Zeit war angebrochen. Humanismus und Renaissance blühten auf, doch zugleich erschütterte eine schwere Krise die Kirche in ihren moralischen und geistigen Grundfesten. Überdies gingen die Veränderungen mit Gewalttätigkeiten und Zerstörungen einher: die Reformierten entfachten einen wütenden Sturm gegen alle bildlichen Darstellungen.

Gestützt auf das biblische Gebot verdammten die Befürworter einer Kirchenreform die Sakralkunst: "Du sollst dir kein Gottesbild machen, keinerlei Abbild, weder dessen, was oben im Himmel, noch dessen, was unten auf Erden, noch dessen, was in den Wassern unter der Erde ist; Du sollst sie nicht anbeten und ihnen nicht dienen" (Exodus 20, 4-5). Das Bild als materielle Präsenz sei trügerisch; der Gläubige laufe Gefahr, das Bild selbst zu verehren und nicht das, was es darstellt. Durch den Reiz, den es ausübe, könne das Bild die Sinne verwirren, statt zum gebet anzuhalten. Und die überhöhten Kosten seien nur dazu angetan, den egoistischen Stolz der reichen Stifter anzustacheln und nicht die Pflicht zur Nächstenliebe gegenüber den Bedürftigen zu fördern. So oder ähnlich lauteten die Argumente, die von allen Hauptvertretern der Reformation in ihren Werken, Predigten und Pamphleten dargelegt wurden. Luther war noch maßvoll in seiner Kritik, wenn er zwar die Versuchungen des Götzendienstes und die Geldverschwendung anprangerte, aber doch auch den erzieherischen Wert der erzählenden Darstellung herausstellte. So tadelte er denn 1522 in Wittenberg Karlstadts bilderstürmerischen Eifer und verdammte die Gewalttätigkeit während des Bauerkrieges 1524/25 in Süddeutschland. In der Schweiz übten zuerst Zwingli, dann Calvin weitaus schärfere Kritik an den Heiligenbildern und riefen sogar zu deren Beseitigung oder Zerstörung auf.

In dem Maße, wie in Europa das Gedankengut der Reformation verbunden mit materiellen und sozialen Forderungen an Boden gewann, nahmen die Bilderstürme immer mehr zu. Sie entluden sich in sporadisch aufflammenden Aktionen, aber auch in heftigen Explosionen wie im Jahre 1566 in den Niederlanden. Es kam zu spontanen Handgreiflichkeiten kleiner, von Not und religiösem Eifer getriebenen Grüppchen, aber auch zu organisierten Bewegungen - angestachelt und inszeniert von weltlichen Amtsträgern, die sich den neuen Lehren angeschlossen hatten. So wurde 1524 in Straßburg unter der Führung des Stadtrates damit begonnen, Gemälde, Kruzifixe, Altäre und andere Bildwerke aus den Sakralbauten zu entfernen und sie dann systematisch zu zerstören oder gelegentlich auch sorgfältig auseinander zu nehmen. Den Bildhauern blieb vielerorts nichts anderes übrig, als das Land zu verlassen oder um Unterstützung zu betteln, und nicht wenige gerieten in bittere Not.

Eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung der Lehren der Reformatoren, insbesondere Luthers und Calvins, spielte der Buchdruck. Und von den Kanzeln herab hielten Prediger vielerorts Hetzreden. Am 10. August 1566 fiel im flandrischen Steenvoorde nach einer Predigt des Sebastian Matte eine Gruppe von ungefähr zwanzig Zuhörern über das Kloster her und verwüstete den gesamten Bilderschmuck. Einen Höhepunkt erreichte die Zerstörungswut während des Geusenaufstandes, als die Einwohner von Tournai über die Gotteshäuser ihrer Stadt herfielen und die Kirchenschätze plünderten, die Reliquien entweihten und die Statuen zerschlugen. Auch die französischen Hugenotten verwüsteten zahlreiche Gebäude, insbesondere im Süden und Südwesten Frankreichs. In England führte die anglikanische Reformation nicht nur zur Schließung der Klöster und zum Verkauf ihrer Güter, sondern auch zur systematischen Zerstörung des Skulpturenschmucks an den Chorschranken und in den Kapellen.

zitiert aus: Georges Duby / Jean-Luc Daval (Hg.), Skulptur. Von der Antike bis zum Mittelalter. 8.Jahrhundert v. Chr. bis 15.Jahrhundert, Köln 1989, S.539f.

weitere Literaturhinweise:

°

Cécile Dupeux / Peter Jezler / Jean Wirth (Hg.),  Bildersturm. Wahnsinn oder Gottes Wille? Katalog zur Ausstellung Bernisches Historisches Museum & Musée de l'Oeuvre Notre-Dame Strassburg, Zürich 2. Auflage 2001
 
 

Ethik, insbesondere Medizinische Ethik

 
 
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